INTERVIEW RONNY KUJAT
Seit knapp zwei Wochen ist nun Ronny Kujat als neuer Trainer unserer 1.Mannschaft an der Seitenlinie aktiv und wir wollen die Pfingstpause nutzen, ihn etwas näher
vorzustellen und haben ihn dazu befragt.
Der Rücktritt von Olaf Brosius und André Bittner kam recht plötzlich und überraschend. Wie hast du auf die Anfrage des Präsidiums reagiert, die Mannschaft in dieser
– auch sportlich nicht einfachen – Situation zu übernehmen?
Nach der ersten Kontaktaufnahme von René Mücke, habe ich noch um ein, zwei Tage Bedenkzeit gebeten, doch schnell wurde mir klar, dass es da nicht viel
Überzeugungsarbeit bedarf. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit der Mannschaft und auch die erste Trainingseinheit hatte gleich gezeigt, dass die Mannschaft intakt ist und so war ich gleich
überzeugt die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Am Ende habe ich auch nur an ein paar Stellschrauben gedreht, mehr war aber auch bei zwei Trainingseinheiten vor dem Chemnitz-Spiel nicht
möglich und auch nicht nötig.
Vier Trainingseinheiten und ein klares 5:0 im Debüt gegen Fortuna Chemnitz sind absolviert. Welchen Eindruck hast du von der Mannschaft bisher gewinnen können?
Ich konnte gleich in den ersten Trainingseinheiten einen durchweg positiven Eindruck gewinnen. Die Trainingsbeteiligung und Einstellung stimmte und auch die Spieler
aus der U19 und der 2.Herren trugen ihren Teil dazu bei und überzeugten mit viel Leidenschaft.
Trotz der beiden Siege in Pirna und gegen Fortuna ist der Klassenerhalt fünf Spieltage vor Schluss noch nicht endgültig fix. Welche Kompetenzen kommen auf dich als
Trainer in dieser Phase der Saison zu?
Die Situation bleibt natürlich weiter spannend. Bei noch vier ausstehenden Spielen sind zwölf Punkte zu vergeben und somit bei sieben Punkten Vorsprung noch nichts
entschieden im Abstiegskampf. Vor allem das nächste Spiel wird immens wichtig. Die heimstarken Thalheimer brauchen selbst noch jeden Zähler im Abstiegskampf und werden daher eine schwere
Herausforderung darstellen. Die letzten drei Partien gegen Dynamo, Dresden-Laubegast und Riesa sind natürlich absolute Hochkaräter und somit wäre es wichtig, am Wochenende im Erzgebirge etwas
Zählbares mitzunehmen. Die zwei Trainingseinheiten vor Pfingsten waren daher auch intensiver, aber auch da hat die Mannschaft gut mitgezogen und somit blicke ich optimistisch auf das Spiel in
Talheim. Wenn die Mannschaft ihre Trainingsleistungen auf den grünen Rasen bringen kann, dann braucht einem nicht Bange sein.
Nach deiner aktiven Karriere hast du bereits im Nachwuchsbereich vereinzelt Erfahrungen sammeln dürfen. Wie stark unterscheidet sich das Trainerdasein im
Herrenbereich?
Die letzte Erfahrung im Nachwuchsbereich war natürlich bitter. Als Co-Trainer an der Seite von Toni Röder mussten wir mit der U 19 aus der Landesliga absteigen und
es war schade, dass man im Endspurt diesen nicht noch abwenden konnte. Der größte Unterschied stellt vor allen Dingen das Tempo und die Handlungsschnelligkeit dar. Im Herrenbereich geht es einfach
einen Zacken schneller und schärfer zur Sache, so dass es auch wichtig ist die jungen U 19 Spieler an das schnellere und vor allen Dingen auch robustere Niveau zu gewöhnen. Vor allem auch die
Zweikampfhärte unterscheidet sich noch mal extrem vom Nachwuchsbereich und somit ist es wichtig, die jungen Spieler frühzeitig im Training und auch Spieler zu integrieren. Aber auch da sind wir auf
einem guten Weg und die Spieler ziehen im Training voll mit.
Vielen Dank für das Interview!!!!