NEWS ÜBER DEN SSV MARKRANSTÄDT e.V.

An dieser Stelle finden Sie aktuelle Informationen über den SSV Markranstädt e.V. 

 

Stöbern Sie auch gerne mal in den Archiven der vergangenen Jahre. Wir wünschen viel Vergnügen dabei.

109 JAHRE MARKRANSTÄDTER FUßBALL   TEIL 5

 

AUFSTIEGE ZUR JAHRTAUSENDWENDE

 

Die Stimmung ist aktuell am Boden, sodass ein Bericht aus der neueren Zeit ein kleiner Beitrag zur Besserung sein soll. Nachfolgendes ist  auch schon wieder eine Generation her. Vielen noch heute unserem Fußball verbundenen Sportfreunden ist es in mehrfacher Hinsicht in guter Erinnerung. Der langen u. insgesamt postiven Zeit von 24 Jahren der 1. Mannschaft von Turbine in der Leipziger Bezirksliga folgte ein weiterer sportlicher Aufschwung nach der „Wende“ als SSV in der Landesliga. Im „Winschatten“ der 1. Mannschaft profilierten sich die unteren Teams  u. es gelangen schöne Erfolge. Auch die Nachwuchsmannschaften  standen da nicht im Abseits u. machten mit Meisterschaften, Pokalsiegen u. Aufstiegen in die Landesligen Furore.   

1999 gelang unserer 1. Mannschaft nach 3 Jahren großer  Bemühungen mit vorderen Plätzen (2./3./1.) der Bezirksmeistertitel. Nach 1990 u. 1995 war es der 3. Aufstieg in Sachsens höchste Liga u. das für viele Jahre. Unter Führung der langjährig national u. international erfolgreichen Spieler Dieter Kühn u. Wolfgang Altmann als Trainer, wurden die starken Blau-Weiß Torgau u. Grün-  Weiß Eilenburg klar distanziert. Tilo Krüger (21 Tore) u. Felix Oehmig (20) schossen die Hälfte der 81 Treffer. 

Oben v. l.: Dr. V. Kirschner, G. Unverricht, M. Unverricht. T. Laue, M. Greiner, T. Krüger, S. Lehrke, D. Varadi, F. Oehmig, S. Gorecki, Trainer D. Kühn, D. Koffent, Unten: Bürgermeister M. Woitscheck, M. Marsand, H. Seik, T. Krosse, N. Gödt, U. Ostwald, L. Freigang, E. Überschär, U. Bannert. Co-Trainer war W. Altmann. Zum Aufgebot der Saison gehörten weiter: F. Schaaf, O. Saumsiegel, T. Kreyßig, C. Becker, S. Müller, G. Sommer, T. Reuter, C. Schneider.  

 

Die 2. Mannschaft wurde 1999 Stadtmeister vor Gohlis Nord u. stieg erstmals in die Bezirksklasse auf. Seit 1990 hatte sich unsere „Reserve“ in der Kreisliga u. dann Stadtliga permanent nach vorn gearbeitet. Die Trainer Hans Schuster, Bernd Nuhahn, Holger Preibisch u. schon Olaf Brosius als Cotrainer u. Spieler hatten über Jahre das Team mit Junioren u. ehemaligen gestandenen Ligaspielern entwickelt. Nach 1998 wurde das Team auch 1999 Stadtpokalsieger jeweils im Finale gegen Großlehna (1:0 u. 3:1).

Das Punkspielfinale in Gohlis durfte die „Zweite“ nicht verlieren u. löste die Aufgabe klar mit 5:1 (Koch 2, Böhmig, Müller, Nuhahn)

 

 in der Aufstellung: O. Saumsiegel, G. Baumann, U. Ott, G. Sommer, T. Dinius, T. Reuter, T. Koch (82. C. Vier), S. Nuhahn, F. Böhmig (46. S. Becker), O. Brosius, S. Müller (82. D. Franz). Weiter im Team J. Müller, T. Kreyßig, S. Scholz, J. Dahlke. Weiter ging es dann erfolgreich in der Bezirksklasse bis 2008 sogar zum Aufstieg in die Bezirksliga.

 

Dieser Zeitraum von zirka 1,5 Dekaden bleibt in jeder Beziehung als etwas Besonderes in Erinnerung, nicht nur wegen der Erfolge auf dem Platz. Im Gesamtbereich Sport kam es zu einem positiven Zusammenspiel vieler Kräfte. Aufbruchstimmung u. Elan brachte Großes im Umfeld voran. Alle Sportstätten wurden umfassend saniert. Völlig neu entstanden Tribünengebäude, Kunstrasenplatz, Flutlichtanlagen, Sporthallen, etc. All das unter maßgeblicher Führung u. Unterstützung der örtlichen Kommune (Stadtrat u. Verwaltung). Nicht zu vergessen in diesem Betreff die „Handvoll Verrückter“ seitens des Vereins. Aber die gab es ja immer, in guten u. schlechten Zeiten.

geschrieben von Reinhard Reuter am 26.03.2021

INTERVIEW MIT OLAF BROSIUS

 

Mehr als vier Monate ist es nun her, dass unsere 1. Herrenmannschaft in der Landesliga in einem Fußballspiel an den Ball getreten hat und mit jedem Tag schwindet die Hoffnung, dass es in dieser Spielzeit noch zu regulären Pflichtspielen kommen wird.

 

Zum bisherigen Saisonverlauf und zu den eventuellen Aussichten haben wir unseren Trainer Olaf Brosius befragt.

 

 

Vier Monate ohne Fußball sind nun vorbei und ein Ende aktuell nicht in Sicht. Was fehlt dir am meisten und wir versuchst du die Spieler trotzdem bei Laune und Fitness zu halten?

 

Ich muss persönlich auf einen Großteil meiner normalen Abläufe verzichten. Eine Aufgabe, welche mich tagtäglich beschäftigt und mit unterschiedlichen Herausforderungen verbunden ist, muss nicht mehr bewältigt werden.
Eine Unmenge an persönlichen Kontakten kann nicht wie gewohnt wahrgenommen werden, somit
geht auch die Kommunikation mit vielen interessanten Menschen verloren.

Für die Mannschaft haben wir zur Aufrechterhaltung der Fitness eine wöchentliche Laufeinheit gemäß der entsprechenden Verordnungen angesetzt.
Ob diese Läufe für gute Laune sorgen, mag ich nicht zu beantworten. Wir sind davon überzeugt, dass es für die Mannschaft mehrheitlich gut ist, einigermaßen organisiert und strukturiert zu trainieren.

 

10 Punkte aus 7 Spielen bedeutet aktuell Position 7 in einer extrem ausgeglichenen Landesliga Sachsen. Welches Fazit ziehst du selbst aus den bisherigen Partien?

Die erreichte Punktezahl ist in Ordnung. Durch die Ausgeglichenheit hätte man siegreiche Spiele (Neustadt/Spree zum Beispiel) auch verlieren und verlorene Spiele (Heimspiel gegen Niesky) auch  gewinnen können.
 

8 Neuzugänge konnte der SSV vor Saisonbeginn vermelden? Wie zufrieden bist du mit den neuen Akteuren und er hat eventuell noch Luft nach oben?

 

Wir haben im Sommer insgesamt 11 neue Spieler integriert, davon sind 8 Spieler aus dem A-Jugendalter in den Herrenbereich gewechselt. Insgesamt sind wir mit der Entwicklung der Spieler und der Mannschaft zufrieden. Leider konnten wir diese Aufgabe nicht fortführen und sind gespannt, wie sich die Pause auf die Spieler und die Mannschaft auswirkt.
 

Mit Noah Günther und Julius König konnte zwei weitere Neuzugänge in der „Winterpause“ präsentiert werden. Was erhoffst du dir von den beiden, wenn sie denn dann aktiv an den Ball treten dürfen.

Mit unseren beiden Winterzugängen halten wir an unserer Philosophie fest, jungen willigen Spielern eine gute sportliche Möglichkeit zu geben, sich im Herrenfußball zu etablieren. Des Weiteren erhoffen wir uns kurzfristig eine Leistungssteigerung in der Breite des Kaders und damit eine langfristige Verbesserung in der Spitze.
 

Die Tendenz geht in Richtung Abbruch der Saison und maximal eine Überbrückung der spielfreien Zeit bis zur neuen Saison mit Pflichtfreundschaftsspielen. Planst du insgeheim im Hinterkopf schon für die kommende Saison und wie sehen die Pläne eventuell aus.

Es gibt für die neue Saison noch keine konkreten Pläne und auch Gespräche gab es noch nicht.
Hier möchten wir noch warten bis es endgültige Entscheidungen über die laufende Saison gibt.
Klare Vorstellung haben wir in Bezug auf unsere eigene U 19. Hier gibt es Spieler, welche schon
mit der Mannschaft trainieren und die wir in die Mannschaft integrieren möchten.

 

 

Vielen lieben Dank an Olaf für die ausführlichen Antworten !!!

 

geschrieben von S. Weicker am 20.03.2021 

109 JAHRE MARKRANSTÄDTER FUßBALL   TEIL 4

 

DIE FUSSBALLPLÄTZE MARKRANSTÄDTS, DER ORTSTEILE UND GESCHICHTSAUSSCHNITTE IHRER VEREINE BIS 1945 (1)

 

Der Beitrag handelt von den Sportplätzen in Markranstädt u. der Nachbarschaft. Bau u. teils Aufgabe der Plätze sind mit der Geschichte der Vereine verbunden. Diese bestimmten maßgeblich Persönlichkeiten, welche nicht in Vergessenheit geraten sollen. So ist „Stoff“ für zwei Beiträge gegeben.       

 

1912 begann der Fußball in Markranstädt mit den Sportfreunden auf dem Gelände an der Ziegelstraße. Das war auch städtischer Veranstaltungsplatz. Deshalb war der Verein gleich auf Suche nach Eigenem. So wurde kurz ein Feld an der Schachtbahn, ein weiteres im Bereich Albert- Hordisstraße genutzt. Zukunftssicherer schien 1914 die Pachtung einer Fläche von 14 000 qm für jährlich 440.- Goldmark. Es lag hinter der Gaststätte Grüner Zweig in Nähe der ehemaligen Mühle. Ein 100 x 75 m Spielfeld wurde angelegt u. die Anlage eingezäunt.  Der 1.Weltkrieg brachte den Verein in Existenznot. Viele Sportler waren an der Front. Walter Pauli, der den Spielbetrieb mit zuletzt 36 Mitgliedern aufrecht hielt, spendete 200 Goldmark, um das Pachtverhältnis mit dem Pfarrlehen Quesitz aufzulösen. In aller Stille ging es zurück an die Ziegelstraße.    

 

Der Sportplatz am Pritschenborn von 1920 bis 1933. Die Sportfreunde hatten trotz des 1. Weltkriegs sportlich Erfolge. Der Zusammenschluss 1920 mit dem ATV brachte weitere Mitglieder. Es gelang ein Feld an der Weststraße zu pachten. Das befand sich auf dem Gelände der heutigen Gartenanlage vor der Westsiedlung. Die eingezäunte Anlage hatte ein Spielfeld, einfache Sporträume mit Ausschank. Für Gäste wurde der Platz ein gefürchtetes Geläuf. Er entsprach – schmal u. uneben - nicht den Erwartungen der Leipziger Größen. Markranstädt war seit 1924 als einziger Provinzverein in der bis 1933 höchsten Klasse vertreten. U. a. musste der VFB Leipzig mit 1:4 u. 2:4 die Stärke der „Bauern“ anerkennen. Der Chemnitzer Spitzenverein PSV unterlag 1931 im Pokal 1:3. Für ATV u. Sportfreunde wurde es mit 10 Fußballmannschaften, Großfeldhandball, etc. wieder eng. Das stark frequentierte Stadion am Bad war keine Lösung. So wurde bis 1933 weiter am Pritschenborn gespielt.    

 

Das Stadion „am Bad“ wurde 1927 als Städtisches Stadion mit Fußballplatz u. Leichtathletikanlagen eingeweiht. Nach Bau des Stadtbades war es der nächste Neubau mit Unterstützung der sportfreundlichen Stadtväter, wie z. B. Paul Georgi. Nutzer waren neben der Schule die beiden ältesten Sportvereine, TV 1861 u. Freie Turner. Neben Turnen wurden immer mehr Sportarten betrieben. Das Stadion ermöglichte besonders die Entwicklung der Leichtathletik. Die Turnervereine öffneten sich auch dem Fußball. Anfang der 1930-er Jahre spielten zirka 20 Mannschaften in 4 Markranstädter Vereinen Fußball. Trotz Verbot der Arbeitersportvereine 1933 (Freie Turner u. Oppo) wurden die Fußballer kaum weniger. Der TV 1861 nahm viele auf u. spielte von 1940 bis 1944 unter den Namen VfL. Die Geschichte des Stadions nach 1945 u. der Markranstädter Vereine unter anderen Namen wird in Folge 2 beschrieben.     

 

Sportplatz Südstraße: 1932 erwarben ATV u. Sportfreunde das Gelände vom Rittergut Braumann/Quesitz zum Preis von 0,50- Reichsmark pro qm. Finanzhilfe gaben Sponsoren, an der Spitze Vereinsführer Arno Zschach. Möglich war die Kostendeckung des Baues mit freiwilliger Arbeit der Mitglieder u. staatlichen Maßnahmen für Arbeitslose. 1933 wurde die neue Anlage, eigentlich ein Stadion, eingeweiht. Platz 1 mit mächtigen Dämmen, Sitzplätze auf der Westseite, Leichtathletikanlagen, Barriere. 3 Großfelder u. Trainingsplatz mit Beleuchtung, Rollschuhbahn (Parkplatz) entstanden auf zirka 40 000 qm. Das Vereinshaus sollte folgen, der Krieg kam dazwischen. So diente, als Übergang gedacht, die Sporthalle Krakauer Straße. Dieser Komplex, seit 1910 Eigentum der „Freien Turner“, wurde 1933 von den Nazis beschlagnahmt.

An der Südstraße feierten die Markranstädter Fußballer große Erfolge. 2 x Bezirksmeister (1938 u. 41), Leipziger Meister 1948, Aufstieg Landesliga 1949, etc. 1000 Zuschauer im Schnitt, zu den Derbys kamen viel mehr. 7000 der Rekord 1938 im Aufstiegsspiel gegen Plauen. Kein Problem bei der Disziplin der Fans.

 

Der Fußball in den Nachbarorten begann nach dem 1. Weltkrieg. Der SV 1920 Gärnitz trat dem Gau Nordwestsachsen (DFB) bei. Gärnitz spielte wenig später im Arbeiterverband. Hatte der SV1920 sportpolitisch die Seiten gewechselt? Danach agierten sie erneut im bürgerlichen Verband, ggf. um der Auflösung 1933 zu entgehen. Der Platz lag rechts unterhalb der Straße zwischen Kulkwitz u. Gärnitz. Aufgrund der Lage gab es oft „Nässeproblem. Der kleine Ort war erfolgreich u. spielte nach 1933 sogar 3 Serien in der 1. Klasse. Das war immerhin die „3 Ebene“ u. wie erwähnt der bürgerliche Verband! Aus den Orten Gärnitz u. Kulkwitz kamen gute Sportler, die höherklassig spielten, u. a. in Markranstädt. Nicht alle waren in beiden Vereinen aktiv. Bleiben wir bei den Namen, die auf der Südstraße kickten. Die Gebrüder Respondek, Träger, Leupold. Bruno Sachadae war ein besonderes „Exemplar“ 2 x spielte er für Gärnitz, in Chemnitz, bei Tura u. 2 x in Markranstädt, 1944 ist er gefallen.                                                                                                                                    

Ende der 1920-er Jahre wurde in den eigenständigen Orten Großlehna u. Altranstädt mit dem Fußball begonnen. Der Sportplatz von ASV Großlehna (Arbeitersportverein) befand sich nach Ortsausgang Kleinlehna in Richtung Kötzschau. TSV Altranstädt spielte auf einem Platz des heutigen Kindergartens. Die beiden Orte gehörten seinerzeit nicht zu Sachsen u. spielten deshalb im Bereich Merseburg. Die zeitlichen Angaben des Spielbetriebes im Zusammenhang mit den Vereinsnamen sind in verschiedenen Foren unterschiedlich u. vorsichtig ausgedrückt nicht gänzlich schlüssig. Nur so viel, Arbeitersportvereine wurden 1933 radikal verboten. Möglich waren nach Sperrfrist Übertritte in zugelassene Vereine. Ganze Fusionen, gar noch unter Beibehaltung der Vereinsnamen, wurden nicht bekannt, auch nach 1945 nicht. Großlehnaer u. Altranstädter -Sportplatz- Geschichte ging natürlich weiter. In Folge 2 werden Fakten u. Geschichten zu den Plätzen u. Vereinen nach 1945 „beleuchtet“, die heute auch bereits fast vergessen sind.   

In eigener Sache: Berichte aus Zeiten vor 50 bis 100 Jahren sind teils problematisch. Die verfügbaren Unterlagen oft unvollständig u. nicht eindeutig. Vieles ist nur mündlich überliefert u. manchmal ungenau. Auch die umfangreiche Markranstädter Fußballchronik hatte Fehler u. „weiße Flecken“. Über Hinweise bin ich sehr dankbar, denn die Zeitzeugen werden immer weniger. Das betrifft alle Sportarten in sämtlichen Orten.        

geschrieben von R. Reuter am 19.03.2021

INTERVIEW MIT WINTERNEUZUGANG NOAH GÜNTHER

 

Herzlich Willkommen in Markranstädt Noah Günther

 

 

 

 

Auf welchen Spielertyp dürfen wir uns bei dir freuen?

 

Ich bin ein schneller und robuster Verteidiger, schalte mich aber dennoch auch gern mit ins Offensivspiel der Mannschaft ein.  Zudem bin ich ein Teamplayer und kann mich gut in ein Team einfügen.

 

Was waren deine Beweggründe für einen Wechsel nach Markranstädt und auf was freust du dich schon am meisten?

 

Der Hauptbeweggrund für meinen Wechsel nach Markranstädt war mein Studium hier in Leipzig, welches einen Verbleib bei meinem damaligen Klub in Lößnitz, durch die weite Entfernung nicht zuließ. Als feststand, dass ich nach Leipzig ziehen und somit den Verein wechseln würde, kannte ich mich mit den Fußballkllubs in Leipzig gar nicht aus. Ich wollte auf jeden Fall in der Landesliga bleiben und vom SSV Markranstädt hatte ich immer nur Gutes gehört, da fiel mir die Entscheidung sehr leicht. Am meisten freue ich mich natürlich in Zeiten der Pandemie darauf, endlich mit der Mannschaft trainieren zu können und Pflichtspiele zu bestreiten.

 

Wie hast du die Zeit in Lößnitz sportlich verlebt?

 

Über die Zeit in Lößnitz habe ich hauptsächlich nur sehr Positives in Erinnerung. Ich kam damals von Aue mit 15 Jahren zum Verein und habe zuerst in den Jugendmannschaften Landesklasse gespielt. Von Anfang an wurde mir in Lößnitz sehr viel Vertrauen geschenkt. Ich durfte schon ab meinem 16. Lebensjahr mit der Männermannschaft trainieren und Testspiele bestreiten, wofür ich sehr dankbar bin. Mit 18 Jahren war ich dann offiziell im Kader der 1. und konnte auch schon meine ersten Einsätze in der Landesliga verbuchen bis leider der erneute Lockdown eintrat.  

 

Was sind deine sportlichen Ziele in Markranstädt?

 

In erster Linie will ich mich sportlich in der Mannschaft etablieren. Außerdem will ich mich sportlich weiterentwickeln  und der Mannschaft helfen, so viele wie möglich sportliche Erfolge zu feiern.  

 

Was machst du, wenn du nicht gerade in Markranstädt Fußball spielst?

 

Nach dem ich mein Abitur abgeschlossen habe, studiere ich neben dem Fußball Sportwissenschaften an der Universität Leipzig, was den Hauptteil meiner Zeit in Anspruch nimmt. Zudem gehe ich noch ins Fitnessstudio und spiele Squash.

 

Hast du vor Spielen ein bestimmtes Ritual?

 

Ein bestimmtes Ritual habe ich nicht. Jedoch versuche ich mich vor dem Spiel gut vorzubereiten, indem ich genug schlafe, gut esse und mich gedanklich auf den Gegner einstelle. 

 

Vielen Dank an Noah Günther für das Interview und natürlich maximale Erfolge und viel Freude bei unserem SSV Markranstädt.

 

geschrieben von S. Weicker am 11.03.2021

109 JAHRE MARKRANSTÄDTER FUßBALL   TEIL 3

 

DER FUSSBALL IN MARKRANSTÄDT VOR 40 JAHREN

 

So ganz werden die offiziellen 109 Jahre Fußball in unserem Ort ja erst in einigen Wochen erreicht. Sicher ist, dass bereits vor März 1912 an der Ziegelstraße Fußball gebolzt wurde.                                                                                                                                 

März 1981, also in Tagen wie diesen vor 40 Jahren, strebte die „Erste“ in der Bezirksliga erneut einen einstelligen Tabellenplatz an. In den 24 Spielserien, zwischen 1966 u. 1990, war das nur 9 x der Fall. So etwas wurde wie eine Meisterschaft gefeiert, wie überhaupt immer der oft schwer erkämpfte Klassenerhalt. Knapp ein Vierteljahrhundert ununterbrochen Bezirksliga, das schaffte nur Turbine. Einige damals Renommierte (Grimma, Lok Ost, Rotation 1950, Altenburg, Espenhain) wurden Meister, spielten sogar DDR- Liga, mussten aber in dieser Zeit auch in die Niederungen der Bezirksklasse absteigen. Nach dem großartigen 5. Platz in der Saison 1979/80 (34:26 P./40:33 T.) mischte Turbine mit fast identischem Aufgebot im Folgejahr wieder gut mit. Der Saisonstart mit 12:2 Punkte u. dem 1. Platz war aber fast eine kleine Sensation. Zu den Derbys gegen die Leipziger Teams kamen im Herbst 1980 dann mehrfach über 500 Zuschauer. Die Ziele von Turbine waren sonst bescheidener, maximal gute Mittelfeldplätze. Ambitionen auf die Meisterschaft oder gar 2. Liga verboten sich von selbst. Dazu waren zu DDR- Zeiten in Markranstädt die Voraussetzungen nicht vorhanden. Das Normale trat ein, Platz 6 zum Jahreswechsel mit positivem Punkt- u. Torverhältnis war immer noch erfreulich. Zum Abschluss stand ein guter 8. Platz (29:31 P./38:40 T.). Meister u. Aufsteiger in die DDR- Liga wurde die Fußballhochburg Altenburg. Turbine musste im Frühjahr 1981 immer das Geschehen am Tabellenende im Blick behalten. Sie gerieten diesmal nie in Abstiegsgefahr, spielten durchweg im Mittelfeld. Borna, Eilernburg u. Hartha stiegen 1981 in die Bezirksklasse ab. Dabei hatte Borna zur „Halbzeit“ noch auf dem 8. Platz, 1 Punkt hinter Markranstädt gelegen. Die Markranstädter Mannschaft von Trainer Franz Grund, er hatte von Hans Schuster übernommen, war altersmäßig gut durchgemischt. Zwischen den Routiniers wie Exnationalspieler Manfred Geisler (40), Bernd Flor (31) u. Hartmut Stiller (37) sowie Junior Olaf Brosius (17) befanden sich alles Spieler die Markranstädter Fußballgeschichte schrieben. So auch Torwart Jörg Saumsiegel (28), der jahrelanger ein starker Rückhalt für Markranstädter Bezirksligazugehörigkeit war. Er ging zu Chemie Leipzig u. wurde dort Stammtorhüter in der Oberliga und DDR-Liga.    

 

1.    Herrenmannschaft Saison 1979 / 1980

 

 

 

Hinten: R. Dorn, D. Koffent, B. Flor, W. Junge, G. Baumann, K. D. Meißner, A. Egi, B. Meißner, O. Brosius, R. Bergmann, Trainer H. Schuster, G. Dorn, W. Tautenhahn.                                                                            Vorn: M. Geisler, A. Faßbender, J. Saumsiegel, R. Penk, U. Ott.

 

Im Aufgebot 80/81 noch R. Teuschel, H. Stiller, G. Litke.  

 

A-Junioren Saison 1979 / 1980

 

Ab 1978 wurde der Ausstieg aus der Mittelmäßigkeit der Kreisliga von „langer Hand“ in Angriff genommen. Bezirksliga, seinerzeit das Höchstmögliche, war das Ziel. Talentierte Spieler in mehreren Jahrgängen waren vorhanden. Sie sollten so mehr gefordert werden, um den dringenden Nachschub für die 1. Mannschaft mit jungen eigenen Spielern zu sichern. Das gelang voll umfänglich mit Kreismeisterschaft u. Aufstieg 1979/80, Bezirksliga 6. Platz 1980/81 u. Bezirksmeisterschaft 1981/82, sowie beachtlicher Pokalerfolge. Eine ganze Reihe dieser Spieler stärkten in den Folgejahren unseren Männerbereich. Es war ein schwieriger u. langer Weg, neben viel Können war manchmal auch Glück erforderlich. Dieser herausragende Abschnitt unserer Nachwuchsabteilung ist spätere noch einmal eine extra Betrachtung wert. Vor 40 Jahren im Frühjahr 1981 hatte sich diese Junioren in der Bezirksliga nach anfänglichen Problemen längst etabliert. Der Start in die neue Umgebung fiel vorher mit 1:7 Punkten negativ aus. Die Jungs hatten sich nach der superlangen Saison mit 8 Aufstiegsspielen noch nicht wieder richtig erholt. Dann wurden die nötigen Punkte geholt. Auch mit Hilfe von Olaf Brosius, der sich in der “Ersten“ unabkömmlich gemacht hatte. So spielte er an vielen Wochenenden 2 x. Der Junioren gelangen große Siege im Bezirkspokal. So auch gegen den kommenden Bezirksmeister Wurzen mit 2:1 im Halbfinale. Das Endspiel wurde gegen Vizemeister Böhlen 1:4 verloren. Eine Woche darauf zeigte Turbine Charakter. Im Kampf um die Punkte wurde der gleiche Gegner trotz physischer u. physischer Blessuren auf dem Böhlener Hartplatz 1:0 geschlagen.         

Hinten: L. Eismann, M. Heering, F. Schaaf, S. Hammer, S. Schulze. M. Unverricht, S. Heinze, O. Brosius, F. Tomaszek. Vorn: U. Witte, H. Heering, T. Westerburg, H. Preibisch, S. Greif, M. Karl.                                                                                                                                                                                                                                                                        

Senioren Anfang der 1980er Jahre

 

Nach den großen Erfolgen der alten Kämpen von Sportfreunde 1912 in den 1950- u. 60-er Jahren als 4. Herren u. Senioren war es dann etwas ruhiger um die „Alten Herren“ geworden. Einige Jahre hatte Turbine keine Mannschaft in dieser Altersklasse. Nach Anläufen gelang 1971 die Neuaufstellung. 1981/82 wurde bei nur einer Niederlage der Aufstieg in die 1. Kreisklasse Leipzig Stadt/Land geschafft. In der Mannschaft spielten nun immer mehr gestandene ehemalige Bezirksligaspieler der 60-er u. 70-er Jahre. Das war der Einstieg zu den noch größeren Erfolgen nach 1990 mit zahlreichen Meisterschaften und Pokalsiegen. An erster Stelle stand aber bei „unseren Alten“ immer noch der Spaß am Fußball und der Geselligkeit.  

Hinten v. l.: N. Klein, H. Lauckner, F. Grund, R. Schlaf, K. Meißner, B. Meißner, H. J. Ebert, H. Stiller, K. Brix. Vorn: A. Johne T. Fritsche, P. Schuster, D. Mitsch, M. Mäder. 

 

geschrieben von R. Reuter am 02.03.2021

INTERVIEW MIT WINTERNEUZUGANG JULIUS KÖNIG

 

Herzlich Willkommen in Markranstädt Julius König

 

Auf welchen Spielertyp dürfen wir uns bei dir freuen?

 

Ihr dürft euch auf einen durchsetzungsstarken Angreifer freuen. Meine Stärken liegen in der körperlichen Präsenz und einer guten Spielübersicht. Ergänzend dazu bin ich ein absoluter ,,Teamplayer” und füge mich in einem Team gut und schnell ein.

 

 

Welche Beweggründe gab es für einen Wechsel nach Markranstädt und auf was freust du dich schon am meisten?

 

Es gab nicht diesen einen entscheidenden Grund, weswegen ich zu Markranstädt gewechselt bin, sondern mich hat das zukunftsorientierte Gesamtpaket des SSV Markranstädt überzeugt. Mich haben verschiedene Aspekte sehr positiv gestimmt. Zum Einen natürlich die sehr konstruktiven und wertschätzenden Gespräche mit dem Trainer sowie Verantwortlichen des Vereins und zum Anderen auch die überragenden sportlichen Bedingungen in Markranstädt (Sportanlage, Stadion, etc..). Ein weiterer Grund ist natürlich das junge, zielstrebige und ambitionierte Team beim SSV. Am meisten freue ich mich natürlich, gerade jetzt in der Corona-Zeit, auf die ersten gemeinsamen Trainingseinheiten mit dem Ball am Fuß und den hoffentlich bald wieder stattfindenden Pflichtspielen in den kommenden Wochen und Monaten.

 

Wie hast du die Zeit beim VfL Halle 96 sportlich verlebt?

 

Die Zeit in der Oberliga beim VfL Halle war für mich sportlich und persönlich gesehen sehr wichtig und fördernd. So konnte ich in meinem ersten ,,Männerjahr” schon vergleichsweise viel Spielpraxis in der Oberliga sammeln und jederzeit auf ein klasse Team setzen. Die zweite Saison beim VfL (Saison 20/21) lief für mich sportlich gesehen nicht optimal, was den Wechsel nach Markranstädt in einer gewissen Weise natürlich auch begründet. Insgesamt blicke ich positiv auf die Zeit beim VfL Halle zurück, da ich viel lernen konnte, wir ein gutes Team waren und natürlich die ersten Männerjahre jedes Fußballers immer besonders sind!

 

Was sind deine sportlichen Ziele in Markranstädt?

 

Beim SSV Markranstädt erhoffe ich mir viele Spielzeiten und eine erfolgreiche Zeit. Als Angreifer verfolge ich natürlich das Ziel, durch wichtige Tore und gute Vorlagen das Team bestmöglich verstärken zu können. Persönlich möchte ich mich auf der sportlichen Ebene weiterentwickeln und freue mich daher auf viel neuen Input. Als Team sind wir durchaus in der Lage, eine entscheidende Rolle in der Sachsenliga zu spielen und langfristig gesehen, ist sicher auch mehr möglich.

 

Was machst du, wenn du nicht gerade in Markranstädt Fußball spielst?

 

Nachdem ich mein Abitur am Sportgymnasium in Halle abgeschlossen habe, studiere ich seit Oktober 2020 an der Martin-Luther Universität in Halle Sportund Wirtschaftswissenschaften im Doppelbachelor. Ergänzend dazu bin ich seit Dezember 2020 selbstständig in einem StartUp Projekt tätig, welches ähnlich wie der Verein SSV Markranstädt super viel Potential für die Zukunft bietet. So begleite und baue ich dieses Projekt neben dem Studium mit auf und sammle praktische Erfahrungen.

 

Hast du vor Spielen ein bestimmtes Ritual?

 

Ich habe vor Spielen kein bestimmtes Ritual, aber Abläufe und Gewohnheiten, welche mit einem Ritual gleichzusetzen sind. So esse ich vor jedem Spiel meist das gleiche und plane immer die gleiche Zeit ein, sodass es zu keinem Stress kommt und ich genügend Zeit habe. Dadurch ist der Ablauf bei einem Punktspiel am Wochenende, vom Aufstehen bis zur Ankunft in die Umkleidekabine, der gleiche. Außerdem habe ich die Gewohnheit, jede Erwärmung vor dem Spiel mit einem Tor abzuschließen, sodass ich mit einem Tor und einem guten Gefühl in das Spiel starte!

 

 

Vielen Dank an Julius König für das Interview und natürlich maximale Erfolge und viel Freude bei unserem SSV Markranstädt.

 

geschrieben von S. Weicker am 26.02.2021

109 JAHRE MARKRANSTÄDTER FUßBALL   TEIL 2

 

VOR 30 JAHREN - VON TURBINE ZUM SSV

 

Vor 30 Jahren spielte unsere „Erste“ in der nach 40 Jahren wiederbelebten Landesliga. Voraus ging das „Wendejahr“ 1989 mit vielen Hoffnungen auf Veränderungen. Die Umbrüche in allen Bereichen der Gesellschaft waren nicht einmal zu erahnen. Turbine befand sich in der Bezirksliga 1989/90 wieder im Abstiegskampf. Sie spielten ordentlich, aber mit zu wenig Torgefahr. Das änderte sich mit der Rückkehr von Lutz Klein im Herbst. Er erzielte 13 Treffer, auch Bernd Meißner traf 10 x. Markranstädt siegte 10 x in Folge u. nur das Saisonende stoppte sie auf Platz 5. Das reichte für die Einordnung in die Landesliga, nun als SSV.                                                      

 

Die Saison 1990/91 wurde ein Abenteuer gegen die besten der 3 ehemaligen Bezirke Sachsens. Geld war kaum vorhanden, aber viel Idealismus aller Beteiligten. Im Alter von 18 bis fast 40 waren Spieler im Aufgebot vertreten. Es waren alles Markranstädter Fußballjungen die unsere Vereinsgeschichte schrieben. Das Eröffnungsspiel der Saison endete 1:1 gegen Altenburg. Gegen den künftigen Meister Plauen wurde 1:3 verloren, aber der Favorit im Pokal 3:1 bezwungen. Die Punkte (23:29) u. der 9. Platz waren das schwer erkämpfte Ergebnis zum sicheren Klassenerhalt. Es stieg nur einer ab (Wurzen), das wurde erst spät bekannt. Klaus Dieter Meißner, lange spielstarker Akteur der „Ersten“, trainierte diese Mannschaft 3 Jahre.       

1. Herren aus dem Jahre 1990 in der Landesliga

 

Hinten: T. Dinius, Brosius, S. Meißner, Mitte: D. Koffent, K. D. Meißner, Mette, U. Sonnabend, B. Meißner, M. Freund, R. Dorn, Meinhold, G. Dorn, Ott, Vorn: Kreyßig, Müller, O. Pfefferkorn, Schaaf, W. Altmann, G. Baumann, Krüger. Nicht im Bild zum Aufgebot gehörend: T. Saumsiegel, Flor, U. Belitz, Maciejeski, W. Junge, Winkler.  

 

Die II. Mannschaft 5. Platz Kreisliga Leipzig Land                                                                                         

Die II. Mannschaft stieg 1990 wieder in die Kreisliga auf. 1989 musste noch als Turbine, nach mehr als 10 Jahren in der höchsten Klasse des Landkreises, der Abstieg für 1 Jahr in die Kreisklasse verkraftet werden. Zu Beginn der 1990-er Jahre wurden die Grundlagen zur kommenden erfolgreichsten Zeit der „Zweiten“, mit Kreispokalsiegen, Meisterschaften u. Aufstieg in den Bezirk, geschaffen. Zuerst ging es aber bis 1996 mit Mittelfeldplätzen weiter, als der Zusammenschluss der Kreise Stadt u. Land Leipzig zu noch spielstärkeren Ligen erfolgte. 1999 gelang der Aufstieg in die Bezirksklasse. 

 

 

 

 

 

Trainer Hans Schuster, Thomas Hentschel, Thomas Koch, Jens Poguntke, Holger Preibisch, Kirsten Standfuß, Michael Unverricht, Frank Maciejeski, Mannschaftsleiter Mario Kunde. Unten: Steffen Greiff, Steffen Holzschuh, Thomas Linack, Wolfgang Junge, Sven Scholz, Steffen Hammer.                               

 

Im Bild mit Kirsten Standfuß u. Thomas Koch zwei Akteure die Rekordspieler aller Zeiten unseres 2. Teams wurden. Sven Scholz, neben Spieler auch Chronist der 2.- u. Seniorenmannschaft, haben wir viele Erkenntnisse zu verdanken. Standfuß u. Koch spielten in 20 bzw. 15 Jahren mehr als 350 u. 300 x für das Team u. erzielten über 100 u. 80 Tore. Die punktgenaue Zahl ist sekundär, wenn man ihren Gesamtbeitrag betrachtet. Seit Kindheit bis zu den Senioren jahrzehntelang nur für Markranstädt, da kommen locker mehr als 1000 Spiele zusammen. Hans Schuster (Jahrgang 1939) war der der Trainer, nicht nur damals. 70 Jahre Spieler u. Trainer von 1950 bis 2020, dass ist eine Lebensleistung u. mehr als ein Bericht wert.      

 

A - Junioren Bezirksmeister 1991

 

Markranstädts Nachwuchs war zu allen Zeiten recht erfolgreich. Mit Beginn der 1990-er Jahre gelangen besonders große Erfolge mit den älteren Juniorenjahrgängen. Allein die A- Junioren wurden 3 x Bezirksmeister u. 3 x Vizemeister. Bezirkspokalsiege, Hallenmeisterschaften, etc. komplettierten das. Der Aufstieg in die damals erst eingeführte höchste Landesliga war für unserer A- Junioren nicht möglich, da das vom Abschneiden der B- Junioren abhängig war. Wichtiger, in dieser Zeit gelangen zirka 10 Spieler in die 1. Mannschaft, einige wurden Stammspieler. Mehrere spielten später eine gute Rolle in der 2. Mannschaft u. in Großlehna.     

 

Hinten: D. Kuckel, Knoch, Peuker, Wienke, Marschallek, Kreyßig, Ma. Unverricht, M. Kloepzig. Vorn: T. Altmann, Becker, J. Müller, Bräuer, Gödt, Stierke, S. Nuhahn. Zum Team gehörten weiter M. Rupp, D. Rupp, K. Sonnabend. Trainer war Bernd Nuhahn.   

 

geschrieben von Reinhard Reuter am 17.02.2021

OLAF BROSIUS ALS KANDIDAT ZUM "TRAINER DES JAHRES"

 

Kreissportbund Leipziger Land nominiert unseren Trainer der 1. Herren in der Kategorie "Trainer des Jahres

 

Der Kreissportbund Leipziger Land veranstaltet im Frühjahr traditionell seinen Sportlerball und ehrt zu diesem Anlass die jeweiligen Sportler und Mannschaften des vergangenen Jahres. Aufgrund der coronabedingten Ausfälle in den verschiedenen Sportarten und Disziplinen hat man sich in diesem Jahr dafür entschieden, den "Trainer des Jahres"  zu ehren. Mit großem Stolz können wir bekannt geben, dass unser Trainer der 1. Herrenmannschaft, Olaf Brosius, auf der zehnköpfigen Kandidatenliste steht und damit die Möglichkeit hat, den Preis nach Markranstädt zu holen.

 

Olaf konnte im vergangenen Jahr mit der 1.Herrenmannschaft den souveränen Wiederaufstieg aus der Landesklasse in die Landesliga feiern und steht dort aktuell auf einem Playoff-Platz.

 

Herzlichen Glückwunsch an Olaf zur Nominierung und vor allem viel Erfolg bei der Wahl zum "Trainer des Jahres".

 

geschrieben von S. Weicker am 10.02.2021 

109 JAHRE MARKRANSTÄDTER FUSSBALL

 

Reinhard Reuters Rückblick auf den Fussball in Markranstädt

 

Hinsichtlich Aktivitäten auf dem grünen Rasen herrscht leider immer noch „Schweigen im Wald u. das wird sich so bald kaum ändern. Unser Vize macht sich viel Mühe diese Zeit mit Beiträgen auszufüllen. Da möchte auch ich die Schreiblosigkeit beenden. Aktuelles, wie personelle Verstärkungen u. die Geburtstage der Mitglieder, wurde schon bedacht. Da bleibt mir die Historie, ist aber nicht uninteressant, was sich so beim Markranstädter Fußball im Laufe der Jahrzehnte abgespielt hat. Natürlich kann es immer nur ein kleiner Auszug sein. Das Motto der Beiträge lautet etwa so: Fußball in Markranstädt im Monat Februar vor 25, 50, 75, etc. Jahren ohne festgelegte Reihenfolge.     

 

Natürlich beginnen wir bei den „Urvätern“. Vor 100 Jahren waren noch die Folgen des verheerenden 1. Weltkrieges zu überwinden. U. a. verlor Markranstädt 337 junge Männer, darunter 28 Fußballspieler. Der Sport entwickelte sich trotzdem überall, auch personell, enorm. Sportfreunde 1912 vereinigten sich mit dem Allgemeinen Turnverein (gegr. 1886) u. hatten nun in mehreren Sparten 300 Mitglieder. Die Meisterschaft der 2. Klasse mit Aufstieg u. der Pokalsieg von Leipzig brachten den Verein viel Reputation. Auch ein neuer Sportplatz „Am Pritschenborn“ wurde eingeweiht. Der SV Gärnitz 1920 trat dem Verband in der 3 Klasse bei u. war bis 1945 der erfolgreichste Verein der näheren Umgebung. ATV u. Sportfreunde schickten sich an in der 1. Klasse Nordwest-Sachsen die zweithöchste Klasse zu halten. Das gelang dem Neuling knapp auf dem 10. Platz vor Lipsia Eutritzsch u. Sport 07. Auch im Winter 1921 wurde Punkte geholt. Wichtiges für den Markranstädter Fußball geschah Monate davor. Sportfreunde 1912 vereinigten sich mit dem Allgemeinen Turnverein (gegr. 1886) u. hatten nun in mehreren Sparten 300 Mitglieder. Die Meisterschaft der 2. Klasse mit Aufstieg u. der Pokalsieg von Leipzig brachten den Verein viel Reputation. Auch der neue Sportplatz „Am Pritschenborn“ war eingeweiht worden. 

 

ATV und Sportfreunde anno 1920 / 1921

 

In der Mitte kniend Arno Wilde (Jahrgang 1902) eine Markranstädter Fußballlegende als Spieler und Trainer. Hinten 3. Von links Wilhelm Witte, in den 1950-er Jahren im Nachwuchs tätig.  

1. Mannschaft 2011/12

Aufstieg zur Oberliga

 

Vor 10 Jahren zur Saison 2010/11 gingen Markranstädts Männer wieder als SSV ihre Wege u. es galt Klassen zurückzuerobern.

Als Bezirksmeister RBL II. 2010 in die Landesliga aufgestiegen, verpasste die „Neue Erste“ den direkten Durchmarsch zur Oberliga.

Trotz starkem Aufgebot passte einiges nicht so richtig.

 

Die Ergebnisse im Winter 2011: - Chemie II. 3:1 dort, - Pirna Copitz 2:1 dort, - Plauen II. 1:1 hier, - Neugersdorf 1:1 dort. Bis zum Frühjahr war der große Rückstand zu Fortuna Chemnitz, nach 19 Spielen ohne Niederlage, aufgeholt. Das entscheidende Match an der Chemnitztalstraße wurde vor weit mehr als 1000 Zuschauern klar mit 1:5 verloren u. der Aufstieg verspielt.

 

Das Aufgebot 2010/11: Saumsiegel, Oelßner, Klimas, Arnhold, Noguera, Schaaf, Schöps, Barth, Heditzsch, Wille, Roth, Kunig, Meißner, Bartolini, Hönemann, Prager, Gottelt, Böhland, Lerchl, Jahr, Nüchtern, Machel, Bernhardt, Risch, Scannewin, Mittenzwei. In der kommenden Saison (Foto unten) sind nur noch 8 Spieler aus 10/11 dabei.  

Die III. Mannschaft 2010/11

Aufsteiger zur 1. Kreisklasse

 

Als RB IV. war das Team aus der 3. in die 2. KK aufgestiegen. Der direkte Durchmarsch in die 1. KK. gelang als SSV III. Von obigen Spielern ist beim SSV noch Kevin Lede u. Jens Grübner aktiv.

 

 

 

Rene Mücke (Schatzmeister) Maik Egi (Mannschaftsleiter I.), Nico Veit u. Tommy Dreßner (Trainer) sind seit Jahren zuverlässige Stützen des Markranstädter Fußballs.

 

Alle anderen Mannschaften werden in nachfolgenden Beiträgen u. anderen Jahrzehnten bedacht. 

 

geschrieben von R. Reuter am 09.02.2021
 

TRANSFER-NEWS - TEIL 3

 
Mit der Verpflichtung von Julius König (20) dürfen wir heute den zweiten Neuzugang für unsere 1. Herrenmannschaft bekannt geben.
 
 
 
 
 
Julius wechselte über die Stationen Berliner SC, Energie Cottbus und Hallescher FC im Sommer 2019 in den Herrenbereich und kam dort für den VfL Halle 96 in anderthalb Jahren immerhin auf 17 Oberligaeinsätze. 
 
Er ist in der Offensive flexibel einsetzbar und wird in Markranstädt mit der Rückennummer 26 auf Torejagd gehen. 
 
Lieber Julius, wir heißen dich herzlich willkommen in Markranstädt und wünschen dir alles Gute bei uns.
 
geschrieben von S. Weicker am 01.02.2021
 

TRANSFER-NEWS - TEIL 2

 
Mit großer Freude dürfen wir heute die Verpflichtung von Abwehrspieler Noah Günther (18) vom FC 1910 Lößnitz bekanntgeben.
 
 
 
 
 
Noah spielt seine erste Saison im Herren-Bereich, gehörte seit Saisonbeginn zum Landesligateam der Erzgebirgler und kann bereits auf erste Einsätze in der Sachsenliga verweisen.
 
In der Sportstadt am See wird er mit der Nummer 4 auflaufen und sicher seinen Beitrag zum Klassenerhalt leisten.
 
Lieber Noah, wir heißen dich herzlich willkommen in Markranstädt und wünschen dir alles Gute bei uns.
 
geschrieben von S. Weicker am 27.01.2021

TRANSFER-NEWS - TEIL 1

 
 
Nach drei Jahren in Markranstädt wechselt unser Mittelfeldspieler Robby Kögler wieder zurück in seine thüringische Heimat und geht im Jahr 2021 für den Thüringenligisten FSV Schleiz an den Ball.
 
 
 
Wir bedanken uns für deinen unermüdlichen Einsatz und deine Motivation, trotz der häufigen verletzungsbedingten Rückschläge und wünschen dir für die Zukunft sportlich und privat alles Gute.
 
geschrieben von S. Weicker am 27.01.2021

Hier finden Sie uns

SSV Markranstädt e.V.
Am Stadtbad 30
04420 Markranstädt

Telefon: 034205 - 99 152
Telefax: 034205 - 99 153 

Unsere Sponsoren

& Partner

Spenden & Beitrag

Überweisungsdaten

Kontoinhaber: SSV Markranstädt e.V.

Geldinstitut: Sparkasse Leipzig

IBAN: DE14 8605 5592 1100 9198 87 

Überweisungsbeispiel

SSV Vereinskollektion

Der SSV auf Facebook

Der SSV auf Instagram

Der SSV auf Youtube

Druckversion Druckversion | Sitemap
© SSV Markranstädt e.V.